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Neues Jahr, neue Regeln

Das ändert sich 2020

Wie jedes Jahr wird es auch mit dem Jahreswechsel 2019/2020 zahlreiche steuerliche Änderungen geben. Die deutsche Gesetzgebung zeigt sich beim Steuerrecht weiterhin reformfreudig. Da verliert man schnell mal den Überblick, welche Neuerungen einen tatsächlich betreffen. Die SÜDWESTBANK hat Ihnen im Folgenden die wichtigsten Änderungen zusammengestellt. Viele der Vorhaben wirken sich besonders aus Unternehmersicht aus.

Beitragsbemessungsgrenze

Hier werden Arbeitgeber und Arbeitnehmer ab 2020 stärker belastet. Denn die Beitragsbemessungsgrenzen werden zukünftig steigen. So soll sie bei Kranken- und Pflegeversicherungen von jährlich 54.540 Euro auf 56.250 Euro hochgesetzt werden. Die Renten- und Arbeitslosenversicherung soll in Westdeutschland von 80.400 Euro auf 82.800 Euro erhöht werden. In Ostdeutschland von 73.800 Euro auf 77.400 Euro.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Für den Arbeitgeber sollen Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung zukünftig in Höhe von 600 Euro jährlich steuerfrei sein. Vorher lag die Grenze bei 500 Euro.

Gesetzlicher Mindestlohn

Nach viel Bürokratie für Arbeitgeber klingen die umfangreichen Dokumentations- und Aufzeichnungspflichten beim Mindestlohn. Dieser soll dabei von 9,19 Euro auf 9,35 Euro im Jahr 2020 erhöht werden.

Sachbezüge

Im neuen Jahr erhöhen sich auch die Sachbezugswerte. Der für Verpflegung (Frühstück, Mittag- und Abendessen) ändert sich von 251 Euro auf 258 Euro. Der für Unterkunft erhöht sich von 231 auf 235 Euro. Das bedeutet: mehr Steuern, mehr Sozialabgaben.

Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften

Eine große Sammelreform wurde mit dem Entwurf des Gesetzes zur Förderung der Elektromobilität angestoßen. Auch hier gibt es Änderungen in Bezug auf Lohnsteuer und Sozialversicherung.

Bei der Dienstwagenbesteuerung wird die Bemessungsgrundlage für die private Nutzung eines betrieblichen Elektro- oder extern aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs halbiert. Diese Maßnahme war zunächst befristet bis 2021 und wird für Anschaffungen oder Leasing ab 1.1.2019 nunmehr bis 2030 verlängert mit der weiteren Begünstigung, dass der geldwerte Vorteil bei rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen mit Listenpreisen bis 40.000 Euro nur mit einem Viertel anzusetzen ist. Weiterhin sind für Anschaffungen bis 2024 bzw. 2030 gestaffelt bestimmte Mindestreichweiten und Kohlendioxidwerte zu beachten. Neu eingeführt wurde für rein elektrische Lieferfahrzeuge eine Sonderabschreibung in Höhe von 50% im Jahr der Anschaffung, die zusätzlich zur regulären Abschreibung gewährt wird. Wenn ein Unternehmen seinen Fuhrpark um elektrische Fahrzeuge erweitern will, sind diese neuen Regelungen besonders interessant. 

Jobtickets darf der Arbeitgeber künftig mit 25 Prozent pauschal lohnversteuern. Der Arbeitnehmer kann die Entfernungspauschale ansetzen und muss insoweit nicht seinen Werbungskostenabzug mindern.

Wenn bei Mietwohnungen der Arbeitnehmer für die vom Arbeitgeber überlassene Wohnung mindestens 2/3 der ortüblichen Miete zahlt, liegt kein Sachbezug vor. Der Arbeitnehmer muss nichts versteuern. Diese Regelung ist begrenzt auf die Kaltmiete von 25 Euro pro Quadratmeter.

Bei Auswärtstätigkeiten kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer pauschale Verpflegungsmehraufwendungen erstatten. Diese Pauschalen sollen ab 2020 wie folgt angehoben werden: von 12 Euro auf 14 Euro, wenn Abwesenheit mehr als 8 Stunden. Von 24 Euro auf 28 Euro, wenn Abwesenheit mindestens 24 Stunden lang war. Von 12 Euro auf 14 Euro für An- und Abreisetag bei mehrtägigen Dienstreisen.


Die Aufzählung ist nicht vollständig und ersetzt keine professionelle Beratung zum Beispiel bei Ihrer Bank in Finanzangelegenheiten. Bei Fragen können Sie zudem Ihr Finanzamt oder Ihren Steuerberater, den zuständigen Sozialversicherungsträger oder einen Rechtsanwalt konsultieren.

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