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Vom Liebhaberobjekt zur Investition

Oldtimerindex der SÜDWESTBANK

Der Oldtimerindex (OTX) der SÜDWESTBANK bildet die Wertentwicklung von 20 Modellen süddeutscher Automobilhersteller ab und dient interessierten Anlegern als Orientierungshilfe. 

Im Jahr 2018 haben sich die Preise der Oldtimer aus dem Oldtimerindex (OTX) der Südwestbank nur leicht verändert. So wächst der OTX im Vergleich zum Vorjahr 2017 um lediglich 0,49 Prozent. Spitzenreiter ist der BMW 507. 

„Nach dem leichten Aufwärtstrend 2016 haben sich die Preise der meisten Oldtimer, die im Oldtimerindex der Südwestbank aufgeführt sind, in den letzten beiden Jahren kaum verändert. Nur bei wenigen Modellen gab es spürbare Preisänderungen“, sagt Jens Berner, Oldtimer-Experte im Asset Management bei der mittelständischen Regionalbank. 

Verändert hat sich 2018 zum Beispiel der Preis des Porsche 356 C 1600 C Coupé. Nach einem starken Anstieg in den vergangenen Jahren ist jetzt ein Rückgang zu verzeichnen. Weiter zugelegt hat dagegen der Mercedes 190 SL (W121). „Bei diesem Modell beobachten wir eine konstante Wertentwicklung ohne größere Ausschläge“, so Berner. Auch beim Mercedes 230 SL (W113), dem „Pagoden“-SL, ist ein deutlicher Preisanstieg von 2017 auf 2018 festzustellen.

2017 verzeichnete der OTX einen Zuwachs von 0,41 Prozent. Auch 2018 veränderte sich die Wertentwicklung kaum und liegt bei einem Plus von lediglich 0,49 Prozent. Am Stichtag 1. Januar 2019 stand der Index bei 554 Punkten. Mit einer Performance von 812,70 Prozent seit 2005 ist der BMW 507 Spitzenreiter.

OTX seit 2010 von der Südwestbank aufgelegt

Die Südwestbank legte den Oldtimerindex erstmals 2010 auf, um die Wertentwicklung süddeutscher Autoklassiker mit anderen Anlageformen zu vergleichen. In den Index aufgenommen werden 20 Modelle von Automobilherstellern aus Baden-Württemberg, Bayern und dem südlichen Hessen. Die Berechnung des OTX basiert auf der Auswertung von Preisangaben des renommierten Fachmagazins „Motor Klassik“. Den Anfangswert des Index legte die Südwestbank im Jahr 2005 auf 100 Punkte fest.

Vergleich mit Aktien und deutschen Staatsanleihen

Die Nachfrage nach historischen Fahrzeugen ist anhaltend hoch. Sie gelten nach wie vor als wertstabile Investition, was der direkte Vergleich mit Aktien und deutschen Staatsanleihen zeigt: Während der deutsche Leitindex DAX seit 2005 um rund 148,09 Prozent wuchs und der Euro-Stoxx-50-Performance-Index um 53,62 Prozent anstieg, legte der OTX um 453,98 Prozent zu. Der REX-P für deutsche Staatsanleihen wuchs in diesem Zeitraum um 60,53 Prozent.

Noch mehr Oldtimer auf Deutschlands Straßen unterwegs

Die Anzahl der in Deutschland zugelassenen Oldtimer stieg auch 2018 weiter an. Laut Kraftfahrtbundesamt waren zum Stichtag 1. Januar 2019 auf deutschen Straßen 756.572 Pkw, die älter als 30 Jahren waren, unterwegs. Dies entspricht einer Steigerung von 12,1 Prozent im Jahresvergleich. 

Ein H-Kennzeichen dürfen aber nur Kraftfahrzeuge führen, die sowohl älter als 30 Jahre sind, als auch als historisches Kulturgut gelten. Laut der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung haben Oldtimer mit H-Kennzeichen deutlich weniger Mängel. Das „H“ am Ende des Kfz-Kennzeichens gibt es bereits seit 1997.

Freie Fahrt in Umweltzonen für Fahrzeuge mit H-Kennzeichen

Seit dem 1. März 2007 gilt die Verordnung zur Kennzeichnung emmissionsarmer Kraftfahrzeuge. Deutsche Städte können ein Fahrverbot in Regionen erlassen, die besonders durch Feinstaub gefährdet sind, und diese als Umweltzone ausweisen. Oldtimer mit H-Kennzeichen sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen. Ihnen ist es erlaubt, sich auch innerhalb der Umweltzone zu bewegen. Daher sind für historische Fahrzeuge keine Umweltplaketten notwendig.

Oldtimer nur als Beimischung

Viele Menschen suchen in der aktuellen Niedrigzinsphase nach alternativen Anlagemöglichkeiten und nutzen einen Oldtimer als Wertanlage. „Aus Renditegesichtspunkten ist der Kauf eines Oldtimers aber erst ab einem Preis von rund 100.000 Euro sinnvoll“, erklärt Jens Berner. So raten die Experten der Südwestbank, in Autoklassiker nur als Beimischung zum Gesamtvermögen zu investieren. Dieser Anteil sollte nicht mehr als fünf bis zehn Prozent des Vermögens ausmachen. Denn Anleger müssen bei einem Kaufpreis von beispielsweise 100.000 Euro rund vier Prozent Nebenkosten pro Jahr einkalkulieren. „Außerdem kommen noch einmalig das Gutachten, jährliche Steuern, Versicherung, Garagenmiete, Wartung und Reparaturen hinzu“, führt Berner aus. Die Südwestbank empfiehlt Interessenten, beim Erwerb einen Oldtimergutachter einzubeziehen. Ein Laie kann eine Fälschung nämlich auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennen.

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