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DFÜ-Abkommen 3.0

Änderungen im SEPA-Zahlungsverkehr

Ab dem 20. November 2016 tritt innerhalb der Deutschen Kreditwirtschaft (DK) das neue DFÜ- Abkommen in der Version 3.0 in Kraft. Damit werden neue Änderungen zum SEPA-Zahlungsverkehr gültig. Die neuen Schema-Format-Versionen nach DFÜ-Abkommen 3.0 können ab Montag, den 21. November 2016 ab 08:00 Uhr eingereicht werden. Die aktuelle DFÜ-Spezifikation steht Ihnen unter http://www.ebics.de/spezifikation zum Download bereit.

Informationen zur DFÜ-Spezifikation

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

  • Neu definierte SEPA-Schemen für Überweisungen und Lastschriften
  • Nur noch SEPA-Basislastschrift mit der Lastschriftart „CORE“ möglich
  • Optionale Nutzung des Sequenztyps „FRST“ bei Lastschriften
  • Kennzeichnung bei Mandatsänderungen
  • Neue Feldbelegungen in den camt-Formaten
  • Umstellung nationales Scheck-Clearing auf XML
  • ISO 20022

Was bedeuten diese Änderungen für Sie?

Die SÜDWESTBANK wird die Vorgängerversionen nach DFÜ-Abkommen 2.4/2.5/2.6/2.7/2.8/2.9 weiterhin für Sie unterstützen. Über künftige Änderungen werden wir Sie rechtzeitig informieren. Für Sie entsteht somit aktuell kein Änderungs- oder Handlungsbedarf.

Wir empfehlen jedoch mittelfristig zu prüfen, ob und wie Ihre Geschäftsabläufe im Zahlungsverkehr durch diese Änderungen im DFÜ- Abkommen betroffen sind. Stellen Sie sicher, dass Ihr Zahlungsverkehr sowie Ihre Kontoinformationen den aktuellen und gültigen Formatversionen entsprechen. Aktualisieren Sie gegebenenfalls Ihre Software. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Software-Hersteller oder Ihrem Service-Rechenzentrum.

Einsatz von Profi cash

Sofern Sie das Zahlungsverkehrsprogramm Profi cash im Rahmen der mit uns abgeschlossenen Lizenzvereinbarung einsetzen, wird die neue DFÜ Spezifikation 3.0 mit dem Update auf die neue Version 11.21 unterstützt.

DK-Schema-Änderungen

Die neuen SEPA-Schemen umfassen die Punkte:

  • SCT-Namespace pain.001.001.03.xsd
  • SDD-Namespace pain.008.001.02.xsd


Das bisherige deutsche Subset für SEPA und Urgent Payments wird aktualisiert. Wenn DK und CGI-Dateien parallel verwendet werden, kann aus dem Namespace nicht mehr auf den Inhalt der Datei geschlossen werden. Alle schemarelevanten neuen Belegungsregeln können nur bei Einsatz der neuen Schemadateien genutzt werden.

SEPA-Basislastschrift CORE / COR1

Das Vorlagedatum für Basislastschriften ist einheitlich nur noch D-1(statt D-5/D-2). Der Wert „CORE“ hat demnach die Bedeutung des bisherigen Wert „COR1“ im LocalInstrumentCode. Damit entfällt der Lastschrifttyp COR1.

Aufgelieferte COR1-Lastschriften in den Versionen 2.7/2.8/2.9 werden wir weiterhin für Sie als CORE-Basislastschriften verarbeiten. Über Änderungen werden wir Sie rechtzeitig informieren.

Lastschriftsequenz

Die Unterscheidung zwischen Erst- (FRST) und Folgelastschrift (RCUR) bei der Kennzeichnung der Lastschrift entfällt. Eine Erstlastschrift kann somit auch als RCUR in der Lastschriftsequenz gekennzeichnet werden. 

Achtung: Wird bei der Ersteinreichung weiterhin die optionale Sequenz FRST angewendet, muss diese auch weiterhin bei Retouren vor Settlement für die Folgeeinreichung verwendet werden.

Die SÜDWESTBANK empfiehlt, bei Ersteinreichungen grundsätzlich die Sequenz Wiederkehrend (RCUR) zu benutzen.

Mandatsänderung

Die Nutzung der Mandatsänderungskennzeichnung „SMNDA“ ändert sich. Bisher musste eine Änderung der Zahlungspflichtigen-Kontoverbindung in der folgenden Lastschrift kenntlich gemacht werden. Dabei wurde unterschieden, ob der Zahlungspflichtige innerhalb des bisherigen Kreditinstituts ein anderes Belastungskonto verwendet oder ob er das Kreditinstitut gewechselt hat. Um Schwierigkeiten bei der eindeutigen Zuordnung beider Fälle zukünftig zu vermeiden, wurde das Verfahren vereinheitlicht:

  • Wenn sich die IBAN ändert wird – aufgrund der optionalen Mitgabe eines BIC – das Mandatsänderungskennzeichen SMNDA (Same Mandate New Debtor Agent) grundsätzlich immer in „Same Mandate New Debtor Account“ umbenannt
  • Diese Angabe darf nicht mehr bei der ursprünglichen Zahlerbank unter <OrgnlDbtrAgt> erfolgen. Dafür kann aber optional ein Original Debtor Agent BIC mitgegeben werden
  • Es darf nur eines der drei Felder

      - Original Debtor Account Other/ID 

        mit „SMNDA“ (Empfehlung)

      - Original Debtor Account IBAN oder

      - Original Debtor Agent BIC 

     belegt werden

 

Sonderzeichen

Der Datentyp für die Mandatsreferenz <MndtId> wird um den Wert des Leerzeichens ergänzt. Es gilt jetzt der Datentyp „RestrictedIdentificationSEPA1“. Der Kunde muss sicherstellen, dass das papierhafte Mandat mit dem Datensatz übereinstimmt. Die Mandatsreferenz kann ab November 2016 mit dem neuen DK Schema pain.008.001.02.xsd nun auch Leerzeichen enthalten. Die SÜDWESTBANK empfiehlt jedoch, Leerzeichen in der Mandatsreferenz
grundsätzlich zu vermeiden.

Schrägstriche (Zeichenvorrat UTF-8)

Ergänzend zu der Verwendung von Sonderzeichen (EPC Dokument: EPC230-15) wird eine Beschränkung von Schrägstrichen bzw. Slashes eingeführt. Referenzen, Nachrichten und Kennungen dürfen weder mit einem „/“ beginnen oder enden, noch dürfen sie mit zwei Schrägstrichen hintereinander „//“ belegt sein.

Reporting (camt.052-, camt.053-Nachrichten)

In den XML-Kontoinformationen nach ISO 20022 werden folgende Änderungen eingeführt:

  • Im auftraggeberseitigen camt-Auszug wird die Sammlerreferenz in den Feldern <Ntry><NtryDtls><Btch><PmntInfID> angegeben
  • Verpflichtende Belegung von Bank Transaction Codes (BTC) auf Entry-Ebene im Feld <BkTxCd> für jeden Buchungsposten
  • Das Feld <Issr> ist zukünftig mit „DK“ statt „ZKA“ zu belegen
  • Beim Größensplit (Pagination) wird die PageNumber bei der nächsten Nachricht hochgezählt

Änderungen im Deutschen Scheck-Zahlungsverkehr

Nationale Schecks werden ab 21. November 2016 im Interbankenformat als XML-Daten über das SEPA Clearingverfahren der Bundesbank ausgetauscht. In der Codierzeile wird statt Kontonummer und Bankleitzahl die IBAN angegeben. Die Belegschlüssel (Textschlüssel) und GVCs (Geschäftsvorfallcodes) ändern sich ebenfalls.

Aufstellung der neuen GVCs:

  • GVC 101 (Debit) – Inhaberscheck
  • GVC 102 (Debit) – Orderscheck
  • GVC 103 (Debit) – Reisescheck
  • GVC 111 (Debit) – Rückrechung von Schecks
  • GVC 122 (Debit) – Währungsscheck auf EURO
  • GVC 170 (Credit) – Gutschrift aus Scheckeinreichung
  • GVC 183 (Credit) – Scheckrückgabe


Die alten Scheckbestände mit Kontonummer und Bankleitzahl können noch aufgebraucht werden. Die neuen Scheckvordrucke mit IBAN dürfen jedoch erst ab dem Umstellungsstichtag (21.11.2016) in Umlauf gebracht werden.

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